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Weingut FAKRA – Libanon

Die Weine von Fakra:

Cabernet Sauvignon

Intensiver und eleganter Rotwein, trocken mit einer Bandbreite an Fruchtaromen. Ein klassischer Cabernet Sauvignon bester Qualität. Ausgewogener Tannin-Charakter.

Rebe: Cabernet Sauvignon
Jahrgang 2010
Weingut Chateau Fakra, Kfardebian, Libanon
enthält Sulfite
0,75 l Flasche
13,5% vol.

Preis: 14,90 Euro
(Literpreis: 19,87 €)

Pinacle de Fakra

Eleganter Wein mit gutem Lagerungs- und Alterspotential.
Reben: Cabernet Sauvignon & Syrah & Cinsault
Jahrgang 2011
Weingut Chateau Fakra, Kfardebian, Libanon
enthält Sulfite
0,75 l Flasche
13% vol.

Preis: 12,50 Euro
(Literpreis: 16,66 €)

Blanc de Blancs

Feiner ausgewogener Wein mit Aromen von Honig, Akazien und Zedern.

Reben: Viognier & Ugni-blanc & Muscat
Jahrgang 2012
12% vol.
enthält Sulfite
0,75 l Flasche

Preis: 10,95 Euro
(Literpreis: 14,60 €)

FKARA ist ein Weingut in den Bergen des Libanon mit einer lang in die Geschichte zurückreichenden Tradition. „El-Khazen“ nannte man einst die Familie deren noble Scheichs ihre Genealogie über Jahrunderte hinweg in die Vergangenheit verfolgen konnten. Genetische Belege bezeugen, dass die Vorfahren der Familie bereits zu Zeiten der Landnahme durch Israel in der Region um Jericho (Tel es Sultan) präsent waren. Schon im 9. Jahrhundert waren die El-Khazen in der Region zwiwchen Damaskus, Baalbeck und Nablus präsent. Im 13. und 14. Jarhundert zogen sich die christlichen Zweige der Familie, wohl im Nachklang zu den Kreuzfahrergeschichten, in die wenig zugängliche Welt der libanesischen Berge zurück, in das Gebiet in dem auch die Maroniten siedelten. Auch hier nahmen die El-Khazen bedeutsame Funktionen wahr und mehrfach berichten Dokumente davon, dass die Familie „Prinzen“ der Maroniten stellten, also lokale und regionale Scheichs vor Ort. Muslimische Teile der Familie wanderten in das Gebiet des heutigen Syrien und bis hinab nach Saudi Arabien; wieder andere Clans verblieben in Palästina.

1548 sandte der Drusenfürst Qorqmaz ibn Maan, nach einer verlorenen Schlacht, seine Söhne Fakhreddine und Youness, zu deren Schutz unter die Herrschaft der El-Khazan, zu Scheich Ibrahim Abou Sakr, einem angesehenen und mächtigen Maronitenfürsten, in den Libanon. Der junge Fakhr-al-Din ibn Maan erhielt hier eine sehr gute Ausbildung und wurde eine, zwar umstrittene, aber bedeutsame Figur in der Politik seiner Zeit – bis hin nach Europa. Die nach ihm benannte Burg oberhalb Palmyras bezeugt seine Bedeutung. Im Libanon blieb er der der engen Beziehung zur Maronischen Kirche treu, gabe viele Geldzuwendungen und baute → Klöster, immer unterstützt durch die El-Khazen. 1658 wurde deshalb Scheich Abi Naufal El-Khazen mit dem Päpstlichen „Orden vom Goldenen Sporn“ (Ordo Equestri Militiae Auratae) ausgezeichnet. Er ist der zweithöchste Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche. Durch diese Würdigung und die Übernahme der Konsulenwürde Frankreichs und Italiens wuchs der innerkirchliche Einfluss des El-Khazan-Clans noch weiter: im Laufe der Geschichte stelle die Familie drei Maronitische Patriarchen und sieben Erzbischöfe. Der heutige Partiarchensitz in Bkerke war einst auch El-Khazen- Besitz, bis er 1750 an die Maronitische Kirche überschrieben wurde.

Kfardebian, „Land des Frühlings“, ein Dorf, das zentral im Herzen des Libanongebirge zu finden ist, variiert in Höhen von 1000 bis 2826 m mit grünen Berghängen, enormen Felsen, Eichenwäldern, Walnuss- und Pinienplantagen, Obstplantagen von Apfel- und Maulbeerbäumen, Weingärten und frischen und klaren Bächen. Es liegt im Herzen einer der wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen im Libanon. Die landläufigen Bezeichnung als „Honigquell“ belegt das eindrucksvoll, wie die „Quellen von Milch und Joghurt“, die Kalkkaskaden in der Nähe, die Schönheit der Landschaft beschreiben. Hier reifen die Trauben für die traditionell und rein biologisch hergestellten Weine des heutigen Weingutes FAKRA. Noch immer werden alle Trauben von Hand gelesen und auch verlesen. Die Reife der Weine wird, je nach Ziel der Weinmacher, in modernen Tanks oder in Eichenfässern, realisiert. Dass die Reben bei Tage der Sonne (durchschnittlich 300 Sonnentage im Jahr), in der Nacht einer milden Kühle ausgesetzt sind, die Hänge des Libanon über hinreichend Wasser verfügen und die Bergböden beste Voraussetzungen für die Weingärten mitbringen, ist das Eine. Das andere ist, dass die Winde vom Mittelmeer herauf „salzige“ Momente mitbringen, die ebenfalls positiv sich auswirken. Angebaut werden, neben lokalen Trauben, Cabernet-Sauvignon, Syrah, Mourvèdre, Carignan, Grenache, Sauvignon-blanc, Viognier, Chardonnay und Muscat. FAKRA hat inzwischen mehr als 50 Medaillen bei Internationalen Weinmessen erringen können. Dabei ist in der Philosophe von FAKRA der Schwerpunkt so sehr auf die Erzeugung von Qualität gelegt, dass der jährliche Ertrag auf 150.000 Liter limitiert ist.

Zwei Traubensorten werden eigens für die Erzeugung des berühmten und hervorragenden Arrak FAKRA angebaut: „Obeidi“ und „Merwah“ sind uralte libanesische, autochthone Reben , reich an Aromen und besonders süß und geben so die besten Voraussetzungen für den Brand. Für den Arrak FAKRA wird Anis „Hina“ von den Syrischen Hängen des Mout Hermon (2.814 Meter) verwendet. Die Arrak-Herstellung geht auf das frühe 18. Jahrhundert zurück und wurde 1985 durch Dr.Carlos Guillermo Adem wiederbelebt. Nicht nur beste klassische Reben und bester Anis finden hierbei Verwendung, sondern auch uralte Reifetraditionen in alten Tonkrügen aus Beit-Chabab, einem auf Töpferwaren spezialisierten Ort. Zuvor wird dreifach gebrannt, wobei beim zweiten Brand der Anis zugegeben wird. Erst der dritte Brand „gebiert“ den Arrak. Der Ton aus Beit-Chabab gibt dem Arrak dann seine endültige Reife und sein erwünschtes „Rund“-Sein. Wärend der mindestens einjährigen Reifung verliert der Arrak bis zu 4% seines Volumens. Die leichten Oxidationsvorgänge in den Krügen, erzeugt durch die durch den Ton eindringende Luft, sind ein weiteres Geheimnis der Herstellung besten Arraks.

Die „Khazen“ im Libanon

Vor dem 18. Jahrhundert waren die Patriarchen der Maroniten im Libanon der Herrschaft des Statthalters in Tripoli unterworfen. Eine Realität welche mit vielen Problemen belastet war und die Patriarchen dazu zwang in den Distrikt Kerserwan (Kisrawan) zu fliehen und sich dem Schutz der Khazen-Familie zu unterstellen. Diese hatten geschworen die Kirche vor der Ungerechtigkeit der Ottomanen zu schützen und übernahmen eine Art Patronat für die gesamte Maronitische Kirche. So kam es dazu, dass der Khazen-Clan in seiner christlichen Ausformung, in nahezu alle Aspekt des Kirchenlebens unter den Maroniten involviert war, sowohl organisatorisch, wie auch spirituell.

Der Khazen-Clan war in der Mitte des 16. Jahrhunderts in diese Region eingewandert im Rahmen einer Siedlungs-Bewegung unter Maroniten, die einerseits durch günstige Bodenpreise und akzeptable Steuern angezogen und durch politische Schwierigkeiten mit dem Auftreten der Osmanen im Nahen Osten aus ihren angestammten Siedlungsgebieten vertrieben worden waren. Nach der Einnahme von Aleppo und der Vertreibung der Mamelucken, verbunden mit der Herrschaftsübernahme in Damaskus durch die Osmanen lag der gesamte Nahe Osten unter einer Last vielfältiger Probleme. Als aus der Bekaa-Ebene unter dem sunnitischen Prinzen Mohammad Ben al-Hanash versucht wurde, durch einen Aufstand die Herrschaft der Mamelucken wieder herzustellen, eskalierte die Lage so sehr, dass Viele aus der Bekaa nach sichereren und ruhigeren Lebenswelten suchen mussten. So auch die Khazen, die sich in ihrer Clan-Geschichte zurück führen auf die Ghassaniden, welche bereits in spätantiker und byzantinischer Zeit als christlicher Stamm Verbündete Ost-Roms waren und die Ostflanke des Byzantinischen Reiches gegen die Perser schützte. Im 9. Jahrhundert lag das Verbreitungsgebiet des Stammes Zwischen Damaskus, Baalbeck und Nablus. Von hier aus hatten sie ihre Kontakte in den heutigen Libanon so weit ausgebaut, dass ab dem 14, Jahrhundert erste Gruppen, und 150 Jahre später nahezu alle Clan-Familien in den Bereich Kerserwan eingewandert waren.


Wappen der Maronitischen Patriarchen

Durch die Jahre gewannen die Khazen, zeitgleich mit dem Clan der Gemayels, eine führende Position im Distrikt. Durch umsichtiges Agieren sowohl mit den drusischen und den muslimischen Nachbarn, wie auch dem Statthalter Istanbuls, wuchs das Ansehen des Clans noch weiter. Um 1600 kopierten die Khazen die hierarchische Struktur der Drusen und gaben ihren jeweiligen Familienoberhäuptern den Titel eines „Scheich“. Wenige Jahre zuvor waren Mitglieder der Khazen-Familie auch in die Strukturen der ottomanischen Herrschaft eingedrungen und hatten bedeutsame Posten besetzt. Doch zwangen verschiedene Aufstände gegen den türkischen Statthalter Fakr ed-Din, mit dem die Khazen assoziiert waren, die Führungsschicht der Familie ins Exil in die Toskana. 1637 kehrten die Exilierten zurück und begannen sofort wieder ihre Führungsrolle in der Region auszubauen. Zu dieser Zeit begann auch der politische Einfluss auf die Belange der Maronitischen Kirche welche auch durch materielle Zuwendungen immer stärker an die Familie gebunden wurde. Die Khazen finanzierten einige Klöster der Kirche und waren auch darüber hinaus durchaus freigiebig. 1652 holten sie sogar französische Jesuiten in den Libanon und schenkten ihnen das Kloster Dayr Ain Tura. Wesentliches wirtschaftliches Standbein der Familie war in jenen Tagen der Export von Seide. Wegen der starken Parteinahme für die Kirche zeichnete der Vatikan 1656 das Familienoberhaupt Abu Naufal aus; zwei Jahre später berief Frankreich ihn zum Vizekonsul in Beirut und der türkische Sultan Mehmet IV. bestätigte erneut die Steuerprivilegien der Khazen-Familie.

Bis zum 18. Jahrhundert war, auch durch Unterstützung schiitischer Verbündeter, eine massive Hausmacht der Khazen in der Region Kerserwan entstanden. Als 1736 Yusuf Dargham al-Khazen als erster der Familie zum Patriarchen gewählt worden war, fand das nicht unbedingt ungeteilte Zustimmung aller. Zu sehr wurde der Einfluss der Familie in die Kirche der Kritik und Hinterfragung unterzogen. Zudem war der Patriarch auch nicht zimperlich im Gebrauch von Schwert und Schusswaffen. Auch die Verflechtungen mit der Griechisch-Katholischen Kirche und mit weiteren wirtschaftlich potenten Clans führten noch im gleichen Jahr zur Durchführung einer vom Vatikan initiierten Synode in Kerserwan bei der die Rechte und Pflichten des Patriarchen und der Bischöfe eingeschränkt und die traditionellen Rechte der Laien genauer gefasst wurden. Das hielt die Familie aber nicht davon ab mit Patriarch Toubia (1756-1766) und Youssef Ragi (1845-1854) zwei weitere Maronitische Patriarchen und zudem sieben Erzbischöfe im Libanon zu stellen. Im Jahre 1858 wurde der Einfluss des Clans zwar, durch eine Rebellion unter Tanios Chahine, geschwächt, was aber den „Prinzen der Maroniten“, ein Titel der bereits unter dem französischen König Louis XV üblich geworden war, nur bedingt Macht nehmen konnte.

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