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Aktuelle Nachrichten

Drama in Beirut

Die Expolsion im Hafen von Beirut füllt seit Tagen die Nachrichten. Ebenso gibt es viele Theorien über die Ursachen der Explosion. Diese hat die Hauptstadt des Libanon schwer getroffen, neben den Toten und vielen Verwundeten, sind zirka 300.000 Menschen obdachlos geworden, von einem Moment auf den Nächsten. Wir haben bei unseren Partnern im Libanon nachgefragt und mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, dass diese weitgehend nicht direkt in Not gekommen sind, allerdings sind die Folgeschäden für den gesamten Libanon heute noch nicht abzusehen, das betrifft z.B. auch die Frage nach dem Export von Wein in den nächsen Monaten. Allerdings wurde ein Büro und ein Lager von Chateau Heritage in Beirut verwüstet, doch, Gott sei Dank, war niemand in den Räumen und auch die Weine waren nicht mehr gelagert. Der Exportmanager von Chateau Heritage und dessen Familie hatten einen Schutzengel besonderer Art: 15 Minuten vor der Explosion passierten sie den Explosionsort mit dem Pkw. Bei der Explosion waren sie bereits weit genug entfernt.

Weltweit hat die Katastrophe zu sehr viel Solidarität geführt. Bereits zwei Tage nach der Explosion sind Helfer aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt vor Ort, um Vermisste zu suchen, medizinische Unterstützung zu leisten, bzw. die Versorgung mit dem Nötigsten zu organisieren. Selbst Israel, mit dem der Libanon noch immer offiziell im Krieg ist, bot Hilfe an, quasi „von Mensch zu Mensch“. In Tel Aviv wurde die Flagge des Libanon in der Nacht auf die Front des Rathauses projeziert – ein Moment, das es noch nie zuvor in Israel gab. Solches geschah auch am Burj Khalifa in Dubai und an den Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Dennoch hält sich im Libanon intensiv das Gerücht, die Explosion sei durch Beschuß aus Israel ausgelöst worden.

Viele meinen, dass die Hisbullah im Libanon eine schwere Verantwortung für das Drama von Beirut trage. Eine Medienplattform in Deutschland erfuhr aus Sicherheitskreisen, dass in den Jahren 2012 bis 2016 mit Ammoniumnitrat gefüllte „Coldpacks“ bei einer Spedition in Süddeutschland deponiert waren. Nachrichtendienste gingen den Angaben zufolge davon aus, dass das im Auftrag der Hisbollah geschah. Einen ähnlichen Fund hatte es laut Presseberichten zuvor schon in London gegeben: Der „Telegraph“ berichtete, dort habe die Polizei 2015 fast drei Tonnen der Substanz in Wohnungen gefunden. In Zypern wurde im gleichen Jahr ein Hisbollah-Funktionär für den Besitz mehrerer Tonnen der Chemikalie verurteilt. Der Mann gestand, mit dem Material seien Anschläge auf israelische Einrichtungen geplant gewesen.
Woher stammte diese große Menge des sowohl für Düngemittel verwendbare Material, das aber auch für die Herstellung von Explosionsstoffen nutzbar ist? Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll der unter moldauischer Flagge fahrende Frachter „Rhosus“ 2013 auf seinem Weg von Georgien nach Mosambik den Hafen in Beirut für einen Stopp angefragt haben. An Bord des Schiffes befanden sich 2750 Tonnen Ammoniumnitrat, das unter anderem zur Herstellung von Sprengstoff gebraucht, aber auch für Düngemittel verwendet wird. Laut Medien kam das Schiff am 20. November 2013 in Beirut an – und legte dort niemals wieder ab. Problem dabei: Im Libanon ist eine Einfuhr solch gefährlicher Stoffe nicht erlaubt ohne behördliche Genehmigung.
Sechs Jahre lang sollen diese 2750 Tonnen gefährlichen Ammoniumnitrats ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen am Hafen von Beirut gelagert worden sein – bis sie am Dienstag explodierten. Hafenbehörden, Zoll- und Sicherheitsdienste waren sich alle bewusst, dass gefährliche Chemikalien im Hafen gelagert wurden. Nun schieben sie sich gegenseitig die Verantwortung für das Unglück zu, wie es aus Sicherheitskreisen in Beirut heißt.

Als erster hochrangiger ausländischer Besucher ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach Libanon gereist. Macron hatte zuvor nach seinem Besuch an der Explosionsstelle einen scheinbar spontanen Abstecher in das christlich geprägte Szeneviertel Gemayzeh gemacht, war binnen Minuten von wütenden Libanesen umringt, die „den Sturz des Systems“ und „Vive la France“ schrien – und mit diesem Jubel für die alte Mandatsmacht Frankreich zeigten, wie sehr sie ihre eigene Regierung verachten. Der Libanon wird seit Jahrzehnten gebeutelt durch weit verbreitete Korruption, obwohl das Land alles bieten kann, was wirtschaftlichen Aufschwung gewährleisten könnte. Die Libanesen sind „westlich“ orientiert, sind fleißig, gebildet und ragen aus den Ländern des Nahen Ostens deutlich hervor. Doch oligarchische Strukturen, Korruption auf allen Ebenen der Gesellschaft und der verzweifelte Versuch die unterschiedlichen religiösen Gruppen an dem gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt partizipieren zu lassen, lähmt seit vielen Jahren die Entwicklung der gegebenen Potenzen. Inzwischen ist der Libanon „pleite“. Und das alles auch noch in Corona-Zeiten.

Zwei Tage nach der Explosionskatastrophe von Beirut sind 16 Mitarbeiter des Hafens der Mittelmeer-Metropole festgenommen worden. Wie ein Militärstaatsanwalt bekannt gab, handelt es sich bei ihnen vor allem um Beschäftigte der Hafenverwaltung und der Zollbehörde. In Gewahrsam genommen wurden nach seinen Worten auch Verantwortliche für Wartungsarbeiten sowie Männer, die an Bauarbeiten am explodierten Hangar Nr. 12 beteiligt waren.

Sie können helfen:

01) Bündnis Entwicklung Hilft und Aktion Deutschland Hilft rufen mit folgendem Konto gemeinsam zu Spenden auf:
Empfänger BEH und ADH
IBAN DE53 200 400 600 200 400 600
BIC COBADEFFXXX
Commerzbank
Stichwort: ARD / Libanon

02) Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Soforthilfe Beirut

03) „Orienthelfer e.V.“ von Christian Springer
Stadtsparkasse München
Empfänger: Orienthelfer e.V.
IBAN: DE92 7015 0000 0000 5741 11
BIC: SSKMDEMM

Chateau Heritage wieder unter den 50 besten Weingütern der Welt

Nachdem schon in 2019 unser Weingut Chateau Heritage unter die 50 besten Weingüter der Welt gewählt worden war, ist dies auch in 2020 der Fall. In 2019 auf Platz 49 – in 2020 auf Platz 48.

Siehe hier dieses Kurzvideo:

Bischöfe, Patriarchen der Kirchen im Heiligen Land und weitere Würdenträger warnen vor der geplanten Annexion von Teilen der West Bank durch Israel.

„Als Folge der Stagnation des Friedensprozesses im Nahen Osten zwischen Israelis und Palästinensern wirft eine Reihe von Plänen Israels zur einseitigen Annexion von Land im Westjordanland, die hauptsächlich von rechten Fraktionen unterstützt werden, ernste und katastrophale Fragen über die Durchführbarkeit einer friedlichen Vereinbarung zur Beendigung des jahrzehntelangen Konflikts auf, eines Konflikts, der als Teil eines Teufelskreises menschlicher Tragödie und Ungerechtigkeit weiterhin viele unschuldige Leben kostet“, so die Hirten am 7. Mai 2020. „Der Rat der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen im Heiligen Land betrachtet solche einseitigen Annexionspläne mit äußerster Besorgnis und fordert den Staat Israel auf, von solchen einseitigen Schritten Abstand zu nehmen, die zum Verlust jeglicher noch bestehenden Hoffnung auf einen Erfolg des Friedensprozesses führen würden“. Der Rat ruft auch die Vereinigten Staaten von Amerika, die Russische Föderation, die Europäische Union und die Vereinten Nationen auf, „diese einseitigen Annexionspläne mit einer zeitlich begrenzten und gestaffelten Friedensinitiative im Einklang mit dem Völkerrecht und den einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen zu reagieren, um einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden in diesem Teil der Welt zu gewährleisten“.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm befürchte, dass die Annexion bestimmter Gebiete in Palästina nicht nur dem Völkerrecht widersprechen würde, „sie würde auch die noch vorhandenen Chancen einer Neuaufnahme des Friedensprozesses zerstören“. „Das darf nicht passieren“, sagte der bayerische Landesbischof. Ziel müsse eine Zweistaatenlösung bleiben. Die Evangelische Mittelost-Kommission (EMOK) veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie die israelische Regierung auffordert, die von ihr vereinbarten Annexionspläne auszusetzen.
Am Nahost-Friedensprozess scheiden sich die Geister, auch innerhalb der Europäischen Union. Dementsprechend niedrig war die Erwartungshaltung an die Konferenz der EU-Außenminister zu Israels Annexionsabsichten im Westjordanland, auf der sich die Vertreter der 27 EU-Mitgliedsstaaten bemühten, eine gemeinsame Linie zu finden. Der Hohe Vertreter der EU, Josep Borrell, beschränkte sich bei der abschließenden Pressekonferenz auf vage Aussagen. Man halte an der Zweistaatenlösung fest, sagte er. Die EU-Mitgliedsstaaten treten zwar nach wie vor für eine Zweistaatenlösung in den Grenzen von 1967 ein. Doch gleichzeitig ist man sich uneins, wie scharf eine Annexion zu verurteilen wäre und welche Konsequenzen sie haben müsste.

Zur Situation im Libanon

Der Libanon hat seit kurzem eine sogenannte „Experten-Regierung“, die nicht aus Politikern besteht, sondern aus Wissenschaftlern, Finanzfachleuten und Spezialisten. Doch auch diese Regierung findet keinen Anklang in der Bevölkerung weil sie strenge Maßnahmen angekündigt hat um das wirtschaftliche Chaos im Land in den Griff zu bekommen. In Deutschland titelte dazu die taz „Neue Gesichter, alte Lösungen“. Das Handelsblatt überschieb einen Bericht mit „Libanon zahlt Staatsanleihe möglicherweise nicht zurück“. Der Misereor-Hauptgeschäftsführer erklärt gegenüber dem Dom-Radio zu Sorgen und Nöten des Libanon „Die Sehnsüchte nach einem anderen Libanon sind groß“.
Im Libanon ist die Staatsverschuldung außer Kontrolle geraten, in Relation zum Bruttosozialprodukt ist sie die dritthöchste weltweit. Dass er es mit den „schmerzhaften Schritten“ ernst meint, bewies Regierungschef Diab einen Tag später: Am späten Mittwochabend lud er den Internationalen Währungfonds ein, sein Kabinett bei der Finanzpolitik und einer Neustrukturierung von Ausgaben und Schulden zu beraten. Da sich derzeit wenige Experten vorstellen können, wie das Land eine im März fällige Eurobond-Anleihe in Höhe von 1,1 Milliarden Euro zurückzahlen soll, ist das einerseits dringend nötig. Andererseits fürchtet die Protestbewegung, dass es nicht die korrupte Elite sein wird, die Opfer bringen muss. Sondern Arbeitslose, Rentner, Kranke – wie in Griechenland vor Jahren.

Eine deutsche Fachhochschule für Ägypten

Es ist das Megaprojekt Ägyptens. Präsident Abdel Fatah al Sisi preist es als größtes Bauvorhaben seit den Pharaonen, Kritiker halten es für Größenwahn: Fünfzig Kilometer entfernt von Kairo entsteht eine neue Verwaltungshauptstadt – mitten in der Wüste. 2020 soll die New Administrative Capital eröffnet werden. Dann werden nicht nur Parlament und Regierung dorthin ziehen – sondern auch Hochschulen. Darunter ist eine deutsche: die German International University of Applied Sciences (GIU-AS). Der Grundstein für deren Campus wurde im vergangenen Februar gelegt, im Frühjahr 2020 soll er eröffnet werden. Getragen wird die „Deutsche Internationale Fachhochschule“, wie das Projekt übersetzt heißt, von zehn deutschen Fachhochschulen, federführend ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Das Konsortium hat 2018 einen entsprechenden Vertrag mit dem ägyptischen Wissenschaftsministerium unterzeichnet.

Sie wollen israelische Bürger bleiben

Zwei Wochen nachdem US-Präsident Donald Trump seinen Nahostplan vorgelegt hat, arbeitet Israels Regierung an der Umsetzung. Der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereitet die Annexion des Jordantals vor und kündigte an, neue Landkarten würden bereits angefertigt. Wie es in dem Plan heißt, sollen auch mehrere arabische Orte in der Negev-Wüste und in dem sogenannten Dreieck an den künftigen palästinensischen Staat übertragen und quasi gegen die Gebiete im Westjordanland ausgetauscht werden. Rund 250.000 arabische Israelis wären davon betroffen. Allerdings: Freiwillig werden sie sich nicht auf den Handel einlassen. Insgesamt leben 1,9 Millionen arabische Staatsbürger in Israel, sie stellen die größte nichtjüdische Minderheit in dem jüdischen Staat dar. Obwohl ihr Verhältnis zur israelischen Identität kompliziert ist, wollen die wenigsten auf ihre Staatsbürgerschaft verzichten.

Israel kündigt Zusammenarbeit mit Uno-Menschenrechtsbüro auf

Israel schränkt die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (Uno) weiter ein, nachdem das Uno-Menschenrechtsbüro eine Liste mit 112 Firmen veröffentlichte, die in israelischen Siedlungen im Westjordanland aktiv sind. Israel hatte bereits 2012 mitgeteilt, die Zusammenarbeit mit dem Uno-Menschenrechtsrat zu beenden, später verließ es die Uno-Kulturorganisation Unesco. Israel wirft den Vereinten Nationen und ihren Organisationen eine israelfeindliche Haltung vor. Das Uno-Menschenrechtsbüro in Genf hatte am Mittwoch 112 Firmen benannt, die in geschäftliche Aktivitäten in jüdischen Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten involviert waren. Für Aufsehen sorgte im November 2019 ein Urteil es Europäischen Gerichtshofs: Seitdem ist es Händlern vorgeschrieben, Waren aus israelischen Siedlungen zu kennzeichnen. Israel nennt das diskriminierend. Auf ähnliche Entscheidungen in der Vergangenheit reagierte das Land mit heftiger Kritik.

Trumps Nahost-Plan: Bischöfe fürchten „mehr Blutvergießen“

„Dieser Plan wird keine Lösung bringen, sondern zu mehr Spannungen und wahrscheinlich mehr Gewalt und Blutvergießen führen“, heißt es in einer Erklärung der Versammlung der katholischen Ordinarien im Heiligen Land (AOCTS) vom Mittwoch, 29. Januar 2020. Darin kritisieren sie den am Dienstag in Washington vorgestellten US-Plan als „einseitige Initiative“, die „fast alle Forderungen einer Seite, der israelischen, sowie ihre politische Agenda unterstützt“. Die „gerechtfertigten Forderungen“ der Palästinenser nach Heimat, Rechten und einem Leben in Würde seien hingegen nicht berücksichtigt. Eine Friedensinitiative könne nur mit gleichen Rechten und mit der Zustimmung beider Völker zu Erfolg führen. Der Plan erfülle diese Bedingungen nicht. Abschließend mahnen die Bischöfe, bereits bestehende Abkommen zwischen Israelis und Palästinensern einzuhalten und sie „auf der Basis voller Ebenbürtigkeit zwischen den Völkern“ zu verbessern. Der Versammlung der katholischen Ordinarien gehören unter anderem der Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, und der Kustos des Heiligen Landes, der Franziskaner Francesco Patton, an.

Ägypten: Regelungen für kirchliches Vermögen

Die Regierung will ein Organ schaffen, welches das Vermögen der katholischen Kirche und der evangelischen Kirchen in Ägypten verwalten soll. Damit kommt die Regierung unter Präsident al-Sisi Wünschen der Kirchen entgegen. Der koptisch-katholische Bischof von Assiut, Kyrillos William, erklärt, die Kirchen hätten die Regierung um die Schaffung von Organismen zur korrekten Verwaltung ihrer Immobilien gebeten. Vorbild dafür solle die Verwaltung des Eigentums der koptisch-orthodoxen Kirche sein. Eine Ad-hoc-Kommission habe daraufhin sofort ihre Arbeit aufgenommen, so der Bischof. Nun beginnen in den Medien Einzelheiten über den Gesetzesentwurf zu zirkulieren, der zur Einrichtung der neuen Organe für die Verwaltung kirchlicher Stiftungen führen soll. „Diese Organismen“, bemerkt Bischof Kyrillos, „müssen auch die korrekte Verwendung von Spenden überwachen und jeden persönlichen oder privaten Vorteil bei der Verwendung von kirchlichen Gütern vermeiden.“

Libanon: Ökumenische Theologen-Dialogkommission tagt

Die internationale Kommission für den offiziellen theologischen Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen tagt derzeit in Beirut. Auch Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen und katholischer Ko-Vorsitzender der internationalen Kommission, nimmt daran teil. Tagungsort ist die syrisch-orthodoxe Patriarchalresidenz im libanesischen Atchaneh. Im Rahmen der Arbeiten der Kommission besuchte der syrisch-orthodoxe Patriarch am Dienstag seinen syrisch-katholischen Amtsbruder Mor Ignatios Yousef III. Younan an dessen Amtssitz in Beirut. An diesem ökumenischen Treffen nahmen auch die beiden Ko-Vorsitzenden der katholisch-orientalisch orthodoxen Dialogkommission – Kardinal Koch und der koptisch-orthodoxe Metropolit Anba Kyrillos – sowie der Apostolische Nuntius in Beirut, Erzbischof Joseph Spiteri, und verschiedene Mitglieder der Dialogkommission teil. Der syrisch-katholische Patriarch ging in seiner Ansprache auf den Heiligen Ephrem den Syrer ein, dessen Fest am 28. Januar gefeiert wird. Er verwies darauf, dass der Heilige – einer der großen syrischen Kirchenväter – vor 100 Jahren von der katholischen Kirche als Heiliger der ganzen Weltkirche anerkannt wurde. Zugleich unterstrich der Patriarch an Hand der Werke des Heiligen die Bedeutung des theologischen Dialogs im Hinblick auf die Annäherung der Kirchen.

Libanon: Dramatischer Appell von Patriarchen und Bischöfen

Die kirchlichen Führungspersönlichkeiten im Libanon haben einen dramatischen Appell an die Öffentlichkeit gerichtet. Darin fordern sie einerseits die neue Regierung zur raschen Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise im Land und einem entschlossenen Kampf gegen die Korruption auf, andererseits appellieren sie an die jungen Demonstranten – die sie ihrer prinzipiellen Sympathie versichern -, jegliches Chaos und Blutvergießen auf den Straßen zu vermeiden. In der zum Abschluss eines Treffens auf Einladung von Maroniten-Patriarchen Kardinal Bechara Boutros Rai in Bkerke veröffentlichten Erklärung, rufen die Patriarchen und Bischöfe zudem die internationale Gemeinschaft auf, den Libanon wirtschaftlich und finanziell zu unterstützen, aber auch für Frieden in der Nahost-Region zu sorgen. Zu den Teilnehmern des kirchlichen Krisengipfels am Dienstag zählten u.a. der syrisch-orthodoxe Patriarch Mor Ignatius Aphrem II., der syrisch-katholische Patriarch Mor Ignatios Yousef III. Younan, der armenisch-apostolische Katholikos von Kilikien, Aram I., der armenisch-katholische Patriarch Krikor Bedros XX. Gabroyan, sowie der melkitische griechisch-katholische Patriarch von Antiochien, Yousef Absi. Die Beiruter Tageszeitung „L’Orient-Le Jour“ zitierte eine ungenannt bleibend wollende kirchliche Quelle, wonach die Patriarchen und Bischöfe bei ihrem Treffen in Bkerke noch tiefer beunruhigt gewesen seien als in der Abschlusserklärung sichtbar wird. Denn die Situation der Libanesen werde von Tag zu Tag schwieriger, die Verarmung sei vor allem in den Pfarrgemeinden und Klöstern spürbar, wo sich immer mehr Menschen mit der Bitte um Hilfe melden, weil sie mit den ständig steigenden Preisen in den Supermärkten und mit den Schwierigkeiten bei der Gesundheitsversorgung nicht mehr mitkönnen. Dazu komme, dass viele Leute ihre Mieten nicht mehr bezahlen können, ein Phänomen, dass vor allem in der nördlichen Hafenstadt Tripoli spürbar sei.

Klimawandel bedroht Hälfte der weltweiten Weinanbaugebiete

Steigende Temperaturen, unvorhersehbare Wetterextreme und neue Schädlinge – der Klimawandel macht auch dem Weinbau zu schaffen. Mindestens die Hälfte der Anbaugebiete weltweit sei in Gefahr, berichten Forscher. Winzer könnten die Entwicklung allerdings teilweise aufhalten, wenn sie die Weinsorten wechseln. Weintrauben sind extrem empfindlich gegenüber klimatischen Veränderungen, vor allem gegenüber steigenden Temperaturen. Deshalb zeigen sich die Folgen des Klimawandels bei ihnen besonders früh. Für die aktuelle Studie analysierten spanische und kanadische Wissenschaftler Daten zu den elf beliebtesten Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Chasselas, Chardonnay, Grenache, Merlot, Mourvèdre (auch bekannt als Monastrell), Spätburgunder, Riesling, Sauvignon Blanc, Syrah und Trebbiano (auch bekannt als Ugni Blanc). Sie untersuchten historische Aufzeichnungen von 1956 bis 2015 zu Knospenbildung, Blüte und Reifung dieser Rebsorten und kombinierten sie mit globalen Temperaturaufzeichnungen von 1880 bis 2013. Daraus zogen die Forscher Schlussfolgerungen, wie gut die einzelnen Sorten bei steigenden Temperaturen gedeihen werden. Das Ergebnis: Bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad würden die Regionen, die für den Weinbau geeignet sind, weltweit um 56 Prozent schrumpfen, wenn sich die Zusammensetzung der Rebsorten nicht ändert; bei einem Anstieg von vier Grad wären es sogar 85 Prozent. Der Klimawandel dürfte auch für deutsche Winzer nicht nur Vorteile bringen. 2019 verursachten die hohen Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius Sonnenbrand-Schäden an den Trauben in einem bisher noch nicht gekannten Ausmaß. Höhere Niederschlagsmengen steigern zudem das Risiko für Pflanzenkrankheiten wie dem Falschen Mehltau.

Studie sieht hohen Bedarf an Jugendpastoral in Jerusalem

Junge palästinensische Christen in Jerusalem fühlen sich nicht ausreichend von ihren Kirchen begleitet. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie katholischer Hilfsorganisationen im Heiligen Land. Die Ergebnisse der vom Deutschen Verein vom Heiligen Lande (DVHL) finanzierten Erhebung sollen am 24. Januar in Jerusalem veröffentlicht werden. Befragt wurden laut der Dachorganisation katholischer Hilfsorganisationen CCAO 700 junge Christen aus Ostjerusalem zwischen acht und 25 Jahren. Themenschwerpunkte der mittels Fragebögen und Interviews durchgeführten ersten Studie dieser Art waren die Zukunftshoffnungen junger Christen, ihre Wahrnehmung der Kirche und des kirchlichen Angebots für junge Christen, die Beteiligung am gottesdienstlichen und sozialen Leben sowie die Herausforderungen des Lebens im Heiligen Land. Die befragten jungen Christen äußerten Kritik am Missmanagement der Kirche sowie an mangelnder Kommunikation und mangelndem Einbezug der jungen Generation. Gleichzeitig zeigt die Studie laut CCAO eine niedrige Beteiligung der jungen Christen am kirchlichen Leben. Bei jenen, die sich in kirchlichen Organisationen wie den Pfadfindern engagieren, herrsche zudem eine hohe Unzufriedenheit mit den Leitungsstrukturen sowie mit dem Angebot. Als dramatisch bewerteten die CCAO-Vertreter die Zukunftserwartungen junger Christen. 60 Prozent der Befragten gaben an, auswandern zu wollen. Zu den Herausforderungen in Jerusalem zählten neben bezahlbarem Wohnraum und Arbeitsplätzen die israelische Besatzung und wachsender islamischer Fundamentalismus.

Djoser-Pyramide wird erstmals für Besucher geöffnet

Sie gilt als älteste Pyramide Ägyptens, vielleicht sogar älteste Pyramide überhaupt weltweit: die Stufenpyramide de Djoser in Sakkara. Nach langjährigen Restaurierungsarbeiten soll das Bauwerk 2020 erstmals überhaupt für Besucher zugänglich sein. Erbaut wurde die Stufenpyramide des altägyptischen Königs Djoser aus der 3. Dynastie des Alten Reiches um 2650 v. Chr. und ist damit die älteste und mit einer Höhe von 62,5 Metern die neunthöchste der altägyptischen Pyramiden -zudem ist sie eine der wenigen Pyramiden mit einer nichtquadratischen Grundfläche. Mit ihr begann die erste Phase des Pyramidenbaus in Ägypten und die Monumentalisierung der Königsgräber. Die Stufenpyramide selbst wird vom größten aller Pyramidenkomplexe umschlossen, der eine große Anzahl von zeremoniellen Bauten, Strukturen und Höfen für den Totenkult enthält. Sie gilt nach dem Gisr el-Mudir als das zweitälteste noch erhaltene, aus behauenen Steinen gemauerte Bauwerk Ägyptens. Als zentrales Bauwerk der Nekropole von Sakkara gehört sie als Teil der memphitischen Nekropolen seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Synagoge in Ägypten nach Restaurierung wiedereröffnet

Nach umfangreicher Restaurierung ist in der ägyptischen Küstenstadt Alexandria eine große Synagoge wieder in Betrieb. Ägyptens Minister für Altertümer und Tourismus, Chalid al-Anani, eröffnete das Gebäude. Die Regierung des überwiegend muslimischen Landes will mit der Renovierung ein Zeichen der Toleranz setzen. Ägyptischen Medien zufolge dauerten die Bauarbeiten rund drei Jahren und kosteten etwa 100 Millionen ägyptische Pfund (etwa 5,6 Millionen Euro). Die Eliyahu Hanavi Synagoge ist laut Al-Ahram die größere von zweien in Alexandria und bietet rund 700 Betern Platz. Ihre Ursprünge gehen nach ägyptischen Angaben auf das 14. Jahrhundert zurück. Nach einer starken Zerstörung wurde sie 1850 wieder aufgebaut.

Ägypten: Präsident besucht koptischen Gottesdienst

Präsident Abd-el-Fattah al-Sisi hat auch in diesem Jahr wieder am 6. Januar an der Liturgie zum koptischen Weihnachtsabend teilgenommen. Patriarch Tawadros II. zelebrierte die Liturgie in der neuerbauten Geburt Christi-Kathedrale in der künftigen administrativen Hauptstadt Neu-Kairo. Die offiziell vor einem Jahr eröffnete Kathedrale wird auch als Symbol der Strategie betrachtet, mit der al-Sisi seinem politischen Projekt die Solidarität der koptischen Kirche sichern will. Die ägyptische Regierung hat auch finanziell zur Erbauung der neuen Kathedrale beigetragen, die von al-Sisi als „Botschaft an Ägypten und an die ganze Welt“ bezeichnet wird. Die Christi Geburt-Kathedrale gilt als die größte Kirche des Nahen Ostens. Die Architektur des Gotteshauses orientiert sich an der koptischen Tradition, die Kirche symbolisiert die Arche Noah und damit das Bild der Kirche als „rettendes Schiff“ inmitten der Widrigkeiten der Geschichte. Zugleich mit der Kathedrale entstand in Neu-Kairo auch die größte Moschee des Landes, um mit den beiden Gotteshäusern das Miteinander und die Einheit der Nation zum Ausdruck zu bringen.

Jordaniens erste Kampfpilotin

Die jordanische Prinzessin Salma bint Abdullah hat als erste Frau ihres Landes die Ausbildung zur Kampfjet-Pilotin abgeschlossen. Die Schwingen erhielt sie direkt von iherm Vater: König Abdullah höchstpersönlich. Mit dem Erhalt ihrer Pilotenschwingen aus den Händen ihres Vaters wähnt sie sich am vorläufigen Ziel ihrer Träume – und hat zugleich Geschichte geschrieben: Prinzessin Salma ist die erste jordanische Frau überhaupt, die ihre Ausbildung zur Kampfpilotin abgeschlossen hat. Bisher hatte es in Jordanien beim Militär „nur“ eine Hubschrauberpilotin gegeben. Der Feierstunde im Husseiniya-Palast in Amman wohnten neben König Abdullah II. und Kronprinz Hussein auch Salmas Mutter, Königin Rania, sowie hochrangige Vertreter der jordanischen Luftwaffe bei.

Israel beginnt mit Erdgas-Export nach Ägypten

Der Export von Erdgas nach Ägypten habe in der Nacht vom 14. auf den 15 Januar begonnen, teilte das israelische Unternehmen Delek mit. Das Erdgas wird aus Israels größtem Erdgas-Feld Leviathan im Mittelmeer gewonnen. Es hatte am 31. Dezember seinen Betrieb aufgenommen. In Kürze soll von dort auch Gas nach Jordanien exportiert werden. Es handelt sich um das größte Energieprojekt der Landesgeschichte. Langfristig will Israel auch von 2025 an über eine Pipeline Gas nach Europa liefern. Die Bohranlage Leviathan mit Plattform liegt zehn Kilometer vor Israels Küste. Der Betrieb hatte wegen Bedenken des Umweltministeriums mit einer Woche Verspätung begonnen. Nach einer Prüfung gab das Ministerium schließlich grünes Licht und teilte mit, es sei keine gesundheitliche Gefährdung der Küstenbewohner zu befürchten. Das Erdgasfeld liegt rund 130 Kilometer westlich der Hafenstadt Haifa in etwa 1700 Metern Meerestiefe. Teilhaber sind neben dem US-Unternehmen Noble Energy die israelischen Unternehmen Delek und Ratio Oil Exploration. Die privat finanzierte Entwicklung des Projekts kostete bislang mehr als 13 Milliarden Schekel, umgerechnet 3,4 Milliarden Euro.

Hightech – ohne israelische Araber

Die Unternehmen in Israels Hightech-Sektor haben ein gemeinsames Problem: Qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. 15 000 offene Stellen gibt es, mehr und mehr Aufgaben werden ins Ausland verlagert – vor allem in die Ukraine. Dabei gäbe es Potenzial im eigenen Land – israelische Araber, die zwanzig Prozent der Bevölkerung ausmachen. Ein Problemfeld: unterschiedliche kulturelle Traditionen: Wie schaut das aus, wenn eine Frau kommt, und der Bruder wartet draußen auf sie während des Bewerbungsgesprächs? Oder ein Araber vermeidet Augenkontakt mit einer Israelin, die ihn für einen Job befragt. Zudem – Probleme in der erfolgreichen Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Und aus Perspektive der israelischen Unternehmen kostet es mehr Geld und mehr Zeit über die Grenzen der jüdischen Bevölkerung hinauszuschauen.

Israel will weiteres jüdisches Viertel in Hebron

Seit 1998 ist Hebron zweigeteilt: Einen Teil kontrolliert die Palästinensische Autonomiebehörde, den anderen Israel. Mitten in der Stadt mit rund 210.000 Palästinensern leben rund 800 israelische Siedler. Wegen der Präsenz von Siedlern und zirka doppelt so vielen Soldaten mussten Palästinenser im Stadtzentrum Geschäfte und Wohnungen aufgeben. Nun will die israelische Regierung ihre Siedlungen dort noch weiter ausbauen: Inmitten der geteilten Stadt soll ein neues jüdisches Viertel entstehen. Laut Plan sollen die Gebäude auf dem Markt abgerissen und neu aufgebaut werden. Die israelischen Behörden hatten den palästinensischen Großmarkt, Ort ständiger Konfrontationen israelischer Siedler mit der palästinensischen Bevölkerungsmehrheit, nach dem Goldstein-Massaker im Februar 1994 geschlossen.

Ägyptische Klinik mit Menschenrechtspreis ausgezeichnet

Das El-Nadeem Center in Ägypten bietet psychologische Betreuung für Opfer von Folter und Gewalt. Die vier Gründerinnen wurden nun in der deutschen Botschaft in Kairo geehrt. Seit der Gründung im Jahr 1993 hat das El-Nadeem Center for the Rehabilitation of Victims of Violence and Torture rund 5500 Folteropfer psychologisch betreut oder sie bei der Rückkehr in einen geregelten Alltag unterstützt. Der deutsch-französische Menschenrechtspreis wird seit 2016 jedes Jahr an 15 Verteidiger der Menschenrechte weltweit verliehen.

Antike Metropole in Israel entdeckt

Bei Grabungen vor Straßenarbeiten haben Forscher in Nordisrael die Überreste einer imposanten altertümlichen Metropole freigelegt. Die Ausgrabungsstätte En Esur nahe dem heutigen Harish im Bezirk Haifa sei rund 5000 Jahre alt und die „größte und zentralste“, die jeweils im Gebiet des Nahoststaats entdeckt worden sei, erklärte die Israelische Altertumsbehörde. Kosmopolitisch und planvoll angelegt sei die Stadt gewesen, die nach deren Schätzungen rund 6000 Einwohner hatte. Die Arbeiten an der Ausgrabungsstätte En Esur legten demnach eine befestigte Stadtmauer, Wohngebiete, öffentliche Plätze sowie Straßen und Gassen frei. Luftbilder, die von Drohnen gemacht wurden, zeigen die erstaunlichen Dimensionen der Anlage. Nach Angaben der Archäologen erstreckte sich En Esur über eine Fläche von 0,65 Quadratkilometern und war damit doppelt so groß wie alle anderen bisher bekannten antiken Stätten in der Region. Die Forscher entdeckten Teile eines zwei Meter hohen Befestigungswalls, einen Friedhof sowie einen Tempel mit Tier- und Menschenfiguren – sowie zwei massive Steinbecken, die vermutlich für religiöse Rituale genutzt wurden. Wie die israelische Tageszeitung „Haaretz“ schreibt, müssen die ausgehöhlten Steine an die zehn bis fünfzehn Tonnen gewogen haben – und über große Entfernung transportiert worden sein. Stein dieser Art sei in unmittelbarer Nähe nicht zu finden gewesen. Zusätzlich stießen die Archäologen auf die Spuren einer mutmaßlich noch 2000 Jahre älteren Siedlung aus der Kupferzeit – direkt unter den Häuserresten der Bronzezeit-Metropole. Bislang wurden in En Esur insgesamt rund vier Millionen Fragmente freigelegt, darunter Keramikscherben, Steinwerkzeuge und Vasen aus Stein und Basalt. Einige der Werkzeuge stammten laut den Forschern aus Ägypten. Die Grabungen dauerten zweieinhalb Jahre und wurden mit Unterstützung von rund 5000 Freiwilligen durchgeführt.

150 Jahre katholische Schulen in Jordanien

Unter der Schirmherrschaft von Jordaniens Vizeministerpräsident Rajaj Muascher haben die Schulen des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem in Jordanien am Samstagabend, 05.10.2019, ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Zu der Feier kamen unter anderen der Nuntius in Jordanien und dem Irak, Erzbischof Alberto Ortega Martin, der Patriarchalvikar für Jordanien, Bischof William Schomali, sowie der emeritierte Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal. Der Generaldirektor der Schulen, Wissam Mansour, verwies auf die Erfolge, die die katholischen Bildungseinrichtungen seit ihrer ersten Gründung 1869 im jordanischen Salt für das Land gebracht hätten. Die heute 25 Schulen und 18 Kindergärten stünden im Dienst von 11.000 christlichen und muslimischen Kindern. Mit ihrem Engagement für die schulische Bildung habe sich das Patriarchat „inmitten einer Ära der Dunkelheit und Unwissenheit“ dafür eingesetzt, Analphabetismus zu bekämpfen und die Werte der arabischen Beduinen und des christlichen Glaubens zu festigen, betonte Mansour.

Legalisierung christlicher Kirchen in Ägypten macht Fortschritte

In Ägypten werden immer mehr bestehende Kirchen ohne Baugenehmigung legalisiert. Wie das zuständige Regierungskomitee mitteilte, wurden jüngst weitere 62 koptische Kirchenbauten rechtlich anerkannt. Bisher seien insgesamt 1.171 Kirchen von dem Gremium überprüft und „legalisiert“ worden. Dieser Prozess begann aufgrund eines im August 2016 vom Parlament beschlossenen Gesetzes. Am 5. August untersagte ein Gericht in Alexandria zudem den Abriss einer griechisch-orthodoxen Kirche in der Provinz Beheira. Das Gericht berief sich auf eine bereits vor zwölf Jahren ergangene, aber nicht ausreichend implementierte höchstgerichtliche Entscheidung, wonach Kirchen und Moscheen gleich zu behandeln seien. Auch die Al-Azhar-Universität, die höchste Autorität des sunnitischen Islam, kam zu dem Schluss, dass das islamische Recht Kirchenbauten nicht verbietet und christliche Gotteshäuser vor dem Abriss geschützt werden müssen.
In den vergangenen Jahrzehnten waren viele Kirchen und Kapellen wegen der zu diesem Zeitpunkt restriktiveren Gesetzeslage ohne die nötigen erforderlichen Genehmigungen gebaut worden. Die Existenz dieser „illegalen“ Gotteshäuser wird vor allem auf dem Land immer wieder von islamistischen Gruppen als Vorwand für Gewalt gegen Christen benutzt. Das Gesetz vom August 2016 stellt für die christlichen Glaubensgemeinschaften in Ägypten einen wichtigen Fortschritt im Vergleich zu den sogenannten „Zehn Regeln“ dar, die 1934 von islamistisch eingestellten Referenten des Innenministeriums der ohnehin restriktiven osmanischen Gesetzgebung hinzugefügt worden waren. Die osmanischen Gesetze untersagten etwa bis zur liberaleren Tanzimat-Phase im 19. Jahrhundert die Errichtung von Kuppeln über christlichen Gotteshäusern sowie das Anbringen und Läuten von Glocken. Nach den „Zehn Regeln“ war der Bau neuer Kirchen in der Nähe von Schulen, Regierungsgebäuden, Wohngebieten, Eisenbahnlinien und Kanälen grundsätzlich verboten. Für Neubauten oder Renovierungen wurde ein überaus kompliziertes Genehmigungsverfahren festgelegt. Die strikte Anwendung dieser Regeln verhinderte den Bau neuer christlicher Kirchen in vielen Gebieten. Um die neue Haltung der ägyptischen Regierung zu dokumentieren, ließ Präsident Abdel Fattah al-Sisi im Herzen der neuen Hauptstadt Neu-Kairo eine koptische Kathedrale – das größte christliche Gotteshaus des Nahen Ostens – und eine Moschee nebeneinander errichten. Der Brauch, Kathedrale und Freitagsmoschee nebeneinander zu bauen, war vor allem im syrischen und mesopotamischen Raum bereits früher üblich.

Cantina Cana di Galiläa geht Fair Trade

Noch ist es nicht so weit, noch laufen die vorbereitenden Gespräche. Es geht um einen Ausstellungs- und Verkostungsraum in Bethlehem/ Beit Sahour im dortigen Fair-Trade Zentrum. Dieses existiert bereits 10 Jahre und wird von einer ehemaligen Stuttgarterin, die in ihre palästinensische Heimat zurückgekehrt ist, geleitet. Im Fair-Trade-Laden werden Produkte einheimischer Hersteller, Handwerker und Künstler zum Kauf angeboten. Im hauseigenen Restaurant kann man sich, auf Vorbestellung, in Gruppen, mit klassischen Gerichten der arabischen Küchenkultur verwöhnen lassen. Tanzkurze zu klassisch arabischen Gruppentänzen werden ebenso angeboten, wie Gesprächsrunden mit Künstlern.
Das neue Weinangebot von Weinen aus Cantina Cana di Galiläa soll zum einen dieses breit aufgestellte Angebot erweitern und bereichern, zum anderen bietet das Ambiente des wunderbar sanierten und renovierten Hauses die entsprechende Atmosphäre um die Weine zu verkosten und zu genießen. In einem späteren Schritt soll geklärt werden ob für die Weine aus Cantina Cana di Galiläa auch das Fair-Trade-Siegel zur Anwendung kommen kann.

Gratulation !!!!

Unser Weingut Chateau Heritage wurde unter die 50 besten Weingüter der Welt gewählt. Chateau Heritage ist zwar das jüngste Weingut des Libanon – aber es stammt aus einer uralten Weinbautradition. Der Weinmacher Dargham Touma ist ein Mann der Leidenschaft für Wein. Nun wurde diese Leidenschaft gewürdigt.

   

Hier die Links zu einigen Medienberichten:

  • Meldung CNN – Link
  • Meldung Daily Mail – Link
  • E-Mail mit der Nachricht – Link

Renovierung der Grabeskirche wird fortgesetzt

Die Renovierungsarbeiten an der Jerusalemer Grabeskirche, einer der bedeutendsten Heiligen Stätten der Christenheit, gehen in eine neue Runde. Die drei Eigentümer des Gotteshauses, das griechisch-orthodoxe und das armenische Patriarchat sowie die Franziskaner-Kustodie im Namen der lateinischen Katholiken unterzeichneten am Abend des 27.05.2019 eine Vereinbarung, die Grünes Licht für den neuen Renovierungsabschnitt gibt. Bereits 2016/17 war die baufällige Ädikula, die Kapelle über dem traditionellen Grab Christi, renoviert und stabilisiert worden. Jetzt muss der brüchige und von eindringendem Wasser geschädigte Fußboden samt seiner Infrastruktur in der gesamten Grabrotunde neu gelegt und gesichert werden. Dass Orthodoxe, Armenier und Lateiner sich auf eine Fortsetzung der Restaurierung der Grabeskirche einigen konnten, sei ein Erfolg der in den vergangenen Jahren gewachsenen Freundschaft, betonte Franziskaner-Kustos Francesco Patton. Auch der Griechische Patriarch Theophilos III. sprach von einer neuen Phase in den Beziehungen, die die drei Kirchen im Dienst und in der Mission für die Heilige Stadt Jerusalem zusammenbringe. Finanziert werden soll das neue Projekt durch Spenden und Fundraising. Erste Beträge seien vom Heiligen Stuhl (500.000 US-Dollar) und vom jordanischen Königshaus zugesagt worden, teilte Patton mit. Bereits für die erste Renovierungsphase hatte König Abdallah II. 100.000 Dollar (94.000 Euro) gespendet, die Höhe der erneuten Spende ist jedoch nicht bekannt. Jordanien, zu dem die Jerusalemer Altstadt bis 1967 gehörte, sieht sich nach wie vor in der Verantwortung für die heiligen Stätten. Theophilos III. dankte dem König für die Bereitschaft, zur Wiederherstellung und zum Schutz der christlichen Heiligen Stätten beizutragen. Die Höhe der Summe ist nicht bekannt. Es handelt sich laut dem Patriarchen um einen Teil des Preisgeldes aus dem Templeton-Preis, den König Abdullah im November 2018 erhalten hatte. Der Templeton-Preis wurde 1972 vom britischen Unternehmer John Templeton ins Leben gerufen. Mit ihm werden Verdienste an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Religion ausgezeichnet. Das Preisgeld beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Unter anderem haben Mutter Teresa (1973), der Dalai Lama (2012) und der anglikanische Erzbischof Desmond Tutu (2013) die Auszeichnung bislang erhalten. Mit der Verleihung des Preises an König Abdallah würdigte die Templeton-Stiftung dessen anhaltendes Engagement für den Schutz christlicher und islamischer Stätten in Jerusalem.

Unser Brandy hat „Gold“ gemacht !!!!