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Aktuelle Nachrichten

Neue Ägypten-Route am Flughafen Memmingen

Nonstop geht es seit Juli mit dem Reiseveranstalter FTI einmal pro Woche nach Hurghada in Ägypten. Immer montags startet die neue Flugverbindung von Memmingen ans Rote Meer. Die Verbindung von Memmingen aus wird bis zum 22. Oktober angeboten. Die neue Route steht jeden Montag im Programm und wird mit einer Boeing 737 geflogen.
Öger Tours legte zudem eine Broschüre mit barrierefreien Hotels in Ägypten auf. Dabei wurden acht Hotels im Raum Hurghada für barrierefrei erklärt.

Bischof Shomali: Jordanien wird mit Flüchtlingen allein gelassen

Die Situation an der syrisch-jordanischen Grenze ist angespannt. Rund 20.000 syrische Flüchtlinge warten am Grenzübergang von Nassib darauf, dass die Grenze wieder geöffnet wird. Derzeit vergeblich – das jordanische Königshaus will Flüchtlinge bis auf weiteres nicht mehr ins Land lassen. Nur einige Menschen in besonders prekärem Gesundheitszustand werden in Krankenhäusern des Nordens zumindest kurzfristig behandelt.
Doch der Patriarchalvikar des Lateinischen Patriarchats in Jerusalem für Jordanien, Bischof William Shomali, wirbt für Verständnis gegenüber der jordanischen Entscheidung, die Grenzen dicht zu halten: „Um die Entscheidung der jordanischen Regierung zu verstehen, muss man den Kontext verstehen. Der erste Punkt ist, dass Jordanien derzeit auf seinem Territorium 1.300.000 Flüchtlinge beherbergt, für die es vollständig aufkommt: Zelte, Wasser und alles, was zum Leben notwendig ist. Und das kostet Jordanien jedes Jahr Milliarden! Die Regierung sagt, dass das Land nicht genug internationale Hilfe erhalte, um für die syrischen Flüchtlinge aufzukommen. Das heißt: Weitere Tausende aufzunehmen, würde die Position Jordaniens schwächen.“ Die jordanische Regierung zeige jedoch guten Willen, zu einer Lösung dieses Dilemmas beizutragen, betont Shomali. Erst vor wenigen Tagen sei ein großer Konvoi mit Hilfsgütern durch die Armee auf den Weg gebracht worden, und die Regierung habe eine große Spendenaktion für die syrischen Flüchtlinge gestartet.
Aber Jordanien kann nicht all diejenigen aufnehmen, die aufgrund des Krieges in Syrien leiden, so wie auch der Libanon das nicht kann. Jordanien ist ein kleines und armes Land. Deshalb ist die wichtigste Lösung die, diesem Krieg ein Ende zu bereiten. Die Ursachen zu heilen, nicht nur die Symptome. Die Ursache ist der Krieg.
Um diesen Krieg abzustellen, betont Patriarchalvikar Shomali, sei es nötig, eine politische Lösung zu finden. Der Vorschlag des Kirchenmannes: die USA und Russland müssten sich dafür einsetzen, dass die Rebellen die Gebiete verließen. Denn dann, so seine Hoffnung, habe auch der Krieg ein Ende.
Auch das Patriarchat arbeite mit zahlreichen irakischen und syrischen Flüchtlingen auf jordanischem Gebiet, erläutert der Patriarchalvikar, der insbesondere die Hilfe der Caritas hervorhebt: „Caritas Amman Jordanien kümmert sich mit einem großen Budget um die Flüchtlinge, auch dank der Unterstützung, die wir von den internationalen und nationalen Caritas-Organisationen erhalten.“

Zwei vollständig erhaltene Weinamphoren in Israel gefunden

Israelische Archäologen haben zwei mehr als 2000 Jahre alte Weinamphoren aus einer Höhle in 30 Metern Höhe im Norden des Landes geborgen. Bei der Aktion nahe der Grenze zum Libanon sind weitere Krüge, eine Schale, ein Kochtopf sowie Tonscherben zur Untersuchung mitgenommen worden, teilte die Israelische Altertumsbehörde mit. Die intakten Weinamphoren seien 70 Zentimeter hoch und hätten Durchmesser zwischen 50 und 60 Zentimetern. Ein Forscher hat im vergangenen Jahr die Höhlen in der Gegend untersucht und dabei die hoch gelegene Höhle in einer Felswand entdeckt. Die Altertumsbehörde geht nach einer ersten Einschätzung davon aus, dass die Tongefäße aus der Zeit zwischen dem 3. und dem 1. Jahrhundert vor Christi Geburt stammen.

Gesundheitsstandards in Israel

Im „Bloomberg Global Health Index“, der den Gesundheitszustand von 160 verschiedenen Ländern vergleicht, belegt Israel den neunten Platz – und ist damit um sieben Plätze „gesünder“ als Deutschland. Mit einem durchschnittlichen Alter von 82,4 Jahren werden die Menschen in Israel rund anderthalb Jahre älter als hierzulande. Die Überlebensraten in Israel sind zudem überdurchschnittlich: Für Brustkrebs 87 Prozent, für Enddarmkrebs 70 Prozent und für Darmkrebs 68 Prozent. Bei diesen Krebsarten liegen die Überlebenschancen in Deutschland jeweils rund zwei, acht beziehungsweise drei Prozentpunkte zurück. Hinter diesen Ergebnissen steckt ein Staat, der viel in die Forschung investiert. Im letzten Jahr hat Israel mit rund 4,25 Prozent seines Bruttoinlandproduktes anteilsmäßig mehr in seine Forschung und Entwicklung investiert als alle anderen Länder. Damit übertrifft das Land den OECD-Durchschnitt von 2,3 Prozent bei weitem.

EU – Finanzen für Palästina

Die EU hat am 04.07.2018 in Palästina den EU-Investitionsplan für Drittländer gestartet und stellt erste 23,5 Mio. Euro für Investitionen zur Stärkung der Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen bereit, unter anderem auch in Palästina. Eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Westjordanland und im Gazastreifen ist ein Schlüsselfaktor, um Stabilität und Perspektiven für die palästinensische Bevölkerung zu schaffen. Der EU-Investitionsplan für Drittländer wurde im September 2017 lanciert, um die Investitionen in den Partnerländern der EU in Afrika und in der Europäischen Nachbarschaft anzukurbeln. In Palästina bremsen Herausforderungen wie Einschränkungen des Waren- und Personenverkehrs, eine wachsende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, hohe Arbeitslosigkeit, politische Instabilität und ein steigender Energiebedarf die wirtschaftliche Entwicklung und schrecken ausländische Investoren ab. Über den EU-Investitionsplan für Drittländer sollen ein effizienter Energieverbrauch sowie eine erschwingliche und zuverlässige Energieerzeugung in Palästina gewährleistet werden. Außerdem sollen kleinste, kleine und mittlere Unternehmen mit Beratungsleistungen und einem verbesserten Angebot an Finanzdienstleistungen unterstützt werden.

Präsident Abbas in schwieriger Lage

In verschiedenen Städten Palästinas rumort es gewaltig, diesmal gegen die politische Führung. Palästinensische Sicherheitskräfte gehen dabei mit großer Härte gegen Demonstranten vor. Schlagstöcke werden eingesetzt, es fliegen Blend- und Tränengas-Granaten. Zivilbeamte nehmen normale Bürger fest, während uniformierte Polizisten das Ganze aus sicherer Entfernung beobachtet haben. Solche Dinge geschehen nicht ohne die politische Rückendeckung der Autonomiebehörde. Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde heißt Machmud Abbas. Seit 2005 führt der 83-Jährige die Organisation, doch so sehr in der Kritik wie bisher stand er noch nie. Viele Palästinenser geben ihm die Schuld an den prekären Bedingungen, unter denen die Bevölkerung im Gazastreifen leben muss. Tatsächlich ist Abbas dafür mitverantwortlich, dass es in Gaza pro Tag nur wenige Stunden Strom gibt, ebenso werden die Gehälter der Verwaltungsbeamten nur teilweise bezahlt. Mit diesem harten Kurs wollen Abbas und seine Fatah-Bewegung die rivalisierende Palästinenserorganisation, die islamistische Hamas in Gaza schwächen. Doch der Protest gegen diese Politik wächst – auch im Westjordanland.
Viele – vor allem jüngere – Palästinenser fordern ein Ende des Konfliktes zwischen Fatah und Hamas. Die Forderung stehe im Zentrum der aktuellen Demonstrationen. Es gibt bei der Demonstration vor allem zwei Slogans. Zum Einen: Die Sanktionen müssen ein Ende haben. Aber auch: Es muss eine Ende der Rivalität von Fatah und Hamas geben. Nach der Niederschlagung der Proteste gab es noch einen Slogan: Die Freiheit muss beschützt werden. Doch wenn dieser Konflikt gelöst wird, verlieren eine Menge Leute ihre Pfründe. Daher sind viele auch nicht wirklich daran interessiert, den Konflikt zu beenden. Und jedes Mal wenn es einen Versuch zur Versöhnung gab, scheiterte er, und es hagelte gegenseitige Vorwürfe in den Medien. Daher glauben viele, der Streit hört niemals auf. Dass der greise Palästinenserpräsident Machmud Abbas einlenkt und die Hamas als gleichwertigen Partner anerkennt, glaubt kaum jemand.

MABRUK !!!   MABRUK !!!

Herzlichsten Glückwunsch !!!!

Fady Batarseh – der Weinmacher in Cremisan, Bethlehem – ist in den Hafen der Ehe eingelaufen!!!

Wir wünschen dem jungen Paar alles Glück der Welt!

     

Israel will Filmaufnahmen von Soldaten untersagen

In Israel könnte es Menschenrechtlern bald untersagt sein, israelische Soldaten bei Einsätzen in Palästinensergebieten zu filmen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde jetzt im Parlament eingebracht. Der Vorschlag stammt von der rechtsnationalistischen Partei Israel Beitenu, die gemeinsam mit der Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einer Koalition ist. Chef von Israel Beitenu ist Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. Der Entwurf sieht vor, dass die Aufnahme und Veröffentlichung von Bildern „mit der Absicht, die Moral von Israels Soldaten oder Einwohnern zu verletzten“, mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann. Sollte die nationale Sicherheit durch die Bilder bedroht sein, soll die Strafe bei bis zu zehn Jahren Haft liegen. Kritik kam von palästinensischer Seite. Vize-Informationsminister Fajez Abu Aitta sagte Reuters, das Gesetz ziele darauf ab, Verbrechen israelischer Soldaten zu verschleiern. So könnte das Militär noch mehr Verbrechen begehen, sagte er.

2000 Jahre alte Grabkammer in Tiberias freigelegt

Israelische Bauarbeiter haben eine rund 2000 Jahre alte Grabkammer am See Genezareth in Israel entdeckt. Die Grabkammer aus der Römerzeit sei schätzungsweise zwei Meter hoch und habe neben einem Eingangsraum und einer zentralen Kammer vermutlich mehr als zehn Grabnischen. In den Nischen wurden die Toten beerdigt. Die Höhle muss als Grabkomplex für eine Familie gedient haben, die in der Stadt Tiberias oder in einem der angrenzenden Dörfer gelebt hat. Tiberias wurde vor 2000 Jahren gegründet, im Jahre 18. Sie ist nach dem römischen Kaiser Tiberius benannt. Die Eingangskammer der Grabkammer ist bunt verputzt. Außerdem gibt es verzierte Knochenkisten aus Stein und Keramik, in die später die Knochen der Toten gelegt wurden. Die Grabnischen wurden mehrfach verwendet. Die Arbeiten am Kalkstein sind in hoher Qualität ausgeführt worden, die Dekorationen aufwendig, die Inschriften auf Griechisch. Dies alles deutet auf eine reiche Familie hin.

Streit um Familiennachzug in Israel

Streit um den Familiennachzug gibt es auch im Einwanderungsland Israel. Dort sind es vor allem eingewanderte Juden aus Äthiopien. Sie wollen ihre Eltern, Geschwister oder Kinder nachholen und warten seit Jahren darauf, dass die Verwandten endlich zu ihnen kommen können. Sie fühlen sich anderen Einwanderern gegenüber benachteiligt, glauben gar, dass es an ihrer schwarzen Hautfarbe liegt. Nach den Operationen Moses (1984), Joshua (1985), Salomon (1991) und Taubenflügel (2011) wurden äthiopische Juden durch Israel nach Israel geholt; seitdem leben sie in Israel. Nach ihrer Ankunft begann der langwierige Prozess der Aufnahme und Integration in die israelische Gesellschaft.
Während des Mittelalters bestand bis 1616 ein jüdisches Königreich in Nordwest-Äthiopien. Es wurde von seinen Nachbarn erobert, und damit begann der Niedergang der Beta Israel. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde ihre Zahl auf noch 250.000 geschätzt; am Ende dieser Epoche waren es nur noch 100.000.

Israel baut Mauer im Meer

Israel hat mit dem Bau einer Grenzmauer durch das Meer begonnen. Somit sollen Angreifer, die über das Meer nach Israel kommen wollen, daran gehindert werden, israelischen Boden zu betreten. Das gab das Verteidigungsministerium bekannt. Genaue Länge, Breite und Tiefe der Anlage sind geheim. Der Bau der Grenze begann wenige Kilometer nördlich von der Grenze zum Gaza-Streifen bei der Gemeinde Zikim am Strand. Experten des israelischen Verteidigungsministerium sagen, dass die Sperranlage soweit ins Meer reinragen wird, dass es Terroristen nicht schaffen können, soweit rauszuschwimmen, um die Sperranlage zu ‚umschwimmen‘ und nach Israel vorzudringen ohne entdeckt zu werden. Die Entscheidung für den Bau fiel bereits 2014, als im letzten Gaza-Krieg sogenannte „Froschzellen der Hamas“ es schafften, durchs Meer, über den Strand von Zikim auf israelisches Territorium vorzudringen. Diese Eindringlinge wurden dann vom israelischen Militär liquidiert. Laut israelischen Informationen werde die Grenzanlage innerhalb israelischen Gewässers gebaut, womit sie nicht gegen internationales Seerecht verstoßen würden. In Israel stößt der Grenzbau auf breite Unterstützung. Die Grenzmauer durchs Meer wird zeitgleich mit einer unterirdischen Grenze gebaut, die verhindern soll, dass Angriffstunnel nach Israel gebaut werden. In den letzten Monaten wurden bereits 10 solcher Tunnel zerstört.

Neues Museum in Tel Aviv

In Tel Aviv öffnet im Juli ein neues nationales Museum zur Naturgeschichte. Es ist hochmodern – und spart auch ein Thema nicht aus, an dem sich streng religiöse Kreise stark stossen. Es bietet eine kontroverse Ausstellung, die der menschlichen Evolution gewidmet ist. Das passt streng religiösen Kreisen im Land überhaupt nicht, denn sie lehnen die Evolutionstheorie ab. Das orthodoxe Judentum folgt einer strikten Auslegung der Bibel, was viele dazu führt, die Evolutionstheorie abzulehnen. Diese wird auch nicht in staatlich finanzierten ultraorthodoxen Einrichtungen gelehrt, die immerhin 23 Prozent der israelischen Schulen ausmachen. Aber auch in nichtreligiösen Schulen werden nur relativ wenige Schüler an die menschliche Evolution herangeführt, wie Kritiker beklagen.

Libanon: Patriarch gegen erleichterte Einbürgerung

Der maronitische Patriarch Boutros Bechara Rai hat den Staatspräsidenten für dessen Zustimmung zur Einbürgerung für 375 Ausländer kritisiert. Damit sei die Sicherheit des Landes in Gefahr, so der Patriarch, weil es sich bei diesen Ausländern um „merkwürdige Personen“ handele. Die meisten der 375 Ausländer, die den libanesischen Pass erhalten sollten, sind syrischer, irakischer oder palästinensischer Nationalität. Der Beschluss zur Einbürgerung sei „im geheimen und rasch“ geschehen, damit die Bevölkerung davon nichts mitbekomme, so das Oberhaupt der Maroniten. Unter den „neuen libanesischen Bürger“ befänden sich etliche, die dem syrischen Machthaber Baschir al-Assad nahe stünden und den libanesischen Pass nur deswegen angefragt hätten, damit sie die Wirtschaftssanktionen gegen das Assad-Regime umgehen könnten. Kardinal Bechara Rai weist auch darauf hin, dass das übliche Einbürgerungsverfahren im Libanon sehr streng sei.

Kardinal Rai: Libanon braucht Lösung für Geflüchtete

Der maronitische Patriarch Kardinal Bechara Rai beklagt einen mangelnden politischen Willen der internationalen Gemeinschaft, die Rückführung syrischer Flüchtlinge voranzubringen. „Das Problem der Vertriebenen ist ein internationales und regionales Anliegen, es zu lösen ist eine geteilte Verantwortung“, sagte Rai bei einem Besuch in Paris. Die Zuwanderung aus Syrien habe eine Ungleichheit bewirkt, die bei anhaltender Stärke die Identität des Libanon verändern werde, so der Patriarch. Bereits jetzt begännen die Libanesen, sich als Fremde im eigenen Land zu fühlen. Je länger die Vertriebenen blieben, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Einbürgerung forderten, beschrieb der Kardinal die Angst der Libanesen. Problematisch sei auch die wachsende Armut im Libanon angesichts der großen Zahl Geflüchteter. Das Land zahle einen hohen wirtschaftlichen Preis durch die Auswirkungen des Syrienkrieges. Kritik äußerte der Kirchenführer am Festhalten der Weltgemeinschaft an der freiwilligen Rückkehr der Flüchtlinge. Internationale Hilfe sei nötig, um die Häuser der Vertriebenen in Syrien wieder aufzubauen.

Verhaftungen von Journalisten und Bürgerrechtlern

Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über eine Verhaftungswelle gegen Journalisten und Bürgerrechtler in Ägypten gezeigt. Eine Sprecherin des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte erklärte in Genf, in den letzten Wochen hätten die ägyptischen Behörden die Meinungs- und Versammlungsfreiheit praktisch außer Kraft gesetzt. Journalisten und Aktivisten würden beschuldigt, Falschnachrichten zu verbreiten und Terroristen zu unterstützen. Viele seien ohne Haftbefehl festgenommen worden. Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen sind die Repressalien seit der Präsidentenwahl im März eskaliert. Auf der Rangliste der Pressefreiheit belegt Ägypten aktuell Platz 161 von 180.

Verzerrtes Israelbild in deutschen Schulbüchern

Das Mideast Freedom Forum, ein Zusammenschluss aus Wissenschaftler/innen, Publizist/innen, Mitgliedern jüdischer Organisationen und Exiliraner/innen, angesiedelt in Berlin, hat eine Analyse deutscher Schulbücher mit Blick auf die Darstellung der Situation um Israel veröffentlicht. „Uns ist aufgefallen, dass die Sachtexte, die eigentlich neutral sein sollen, Auslassungen ganz entscheidender Art aufweisen“, resümiert Jörg Rensmann – Director of Education and Research – die Untersuchung seiner Organisation, die vor allem Geschichts- und Geographiebücher unter die Lupe genommen hat. Damit kommt das Mideast Freedom Forum zu den selben Ergebnissen wie die Deutsch-israelische Schulbuchkommission, die schon vor Jahren das Israelbild in Schulbüchern anprangerte. Beispielsweise thematisieren Schulbücher selten, dass jüdische Präsenz im historischen Palästina durchgängig vorhanden war und nicht nach der Diaspora erst um 1880 wieder auftauchte. Im Schulbuch „Forum Geschichte 4“ fürs Bundesland Hessen findet sich zum Beispiel eine entsprechende Auslassung. „Für Schüler entsteht dadurch ein verkürztes Bild“, so Rensmann. Schließlich könnte sich der Mythos entwickeln oder bestärken, Juden seien Eindringlinge. In der Lehrerausbildung komme die Sensibilisierung mit Antisemitismus und dem Nahostkonflikt jedoch viel zu kurz. Ohne fachwissenschaftliche Expertise können fachdidaktische Prinzipien allerdings nur schwer Anwendung finden. Das muss sich ändern, findet der Politikwissenschaftler. Es müsse verpflichtend zur universitären Ausbildung von Lehrkräften – vor allem in den Gesellschaftswissenschaften – gehören, sich mit Theorie und Erscheinungsformen von Antisemitismus und seinen modernen Ausprägungen zu beschäftigen.

Neuer Regierungschef in Jordanien

Der Nachfolger von Jordaniens Ex-Premier Hani Mulkani steht fest: Nur einen Tag nach dem Rücktritt des unter Druck geratenen Regierungschefs hat König Abdullah II Omar al-Razzaz zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Der bisherige Bildungsminister solle die neue Regierung zusammenstellen, hieß es in einer Mitteilung aus dem Königspalast. Al Razzaz, der früher als Ökonom für die Weltbank arbeitete, gilt als Reformer und soll mit seinem Kabinett unter anderem eine geplante Steuerreform neu aufrollen. Mehrere tausend Menschen waren in der Hauptstadt Amman und anderen Städten des Königreichs wegen der Sparpolitik der bisherigen Regierung auf die Straßen gegangen. Mit ihrer Sparpolitik orientiert sich die jordanische Regierung an Vorgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der umstrittene Gesetzesentwurf, der noch vom Parlament verabschiedet werden muss, beinhaltet eine Erhöhung der Einkommensteuer um fünf Prozent und einen Anstieg der Unternehmenssteuern um 20 bis 40 Prozent. Bereits zu Beginn des Jahres waren die Mehrwertsteuer erhöht und Subventionen für Brot gestrichen worden. Auch die Preise für Grundnahrungsmittel sind massiv gestiegen. Diese Entwicklung trifft vor allem die armen und mittelständischen Jordanier. Die Jordanier haben sich bislang in bewundernswerter Weise ihren Pragmatismus erhalten – und auf diese Weise ganz nebenbei ihren Staat vor dem Zerfall gerettet. Dazu hat auch die kluge, nach innen wie außen auf Ausgleich setzende Politik des Königs erheblich beigetragen. Schon darum haben die westlichen Staaten allen Anlass, das Land nach Kräften zu unterstützen. Sollte auch in Amman die politische Ordnung zerbröckeln, hätte das enorme Folgen weit über den Nahen Osten hinaus. Immerhin leben derzeit mehr als eine Million syrische Flüchtlinge in Jordanien. Ein Zusammenbruch Jordaniens könnte auch die EU unter massive Stresstests stellen.

Nahost gehört zu den diplomatischen Prioritäten des Vatikan

Kaum eine Weltregion beschäftigt den Vatikan so sehr wie das Heilige Land mit seinem politischen Dauerkonflikt und der sinkenden Zahl von Christen. Aber Anliegen und Akzente haben sich über die Jahrzehnte verschoben. Der Vatikan anerkannte Israel erst 45 Jahre nach Amerika: Erst nachdem sich Rabin und Arafat auf dem Rasen des Weißen Hauses die Hand reichten, entsandte er 1994 einen Botschafter nach Tel Aviv.
Der von der UNO mehrheitlich forcierte Teilungsplan für Palästina von 1947 in einen arabischen und einen jüdischen Teil fand die Zustimmung Roms insofern, als Jerusalem dabei herausgenommen und unter internationale Verwaltung gestellt werden sollte. In dieser Phase versuchte Pius XII. mit gleich drei Enzykliken binnen eines Jahres die Aufmerksamkeit der Welt auf das Heilige Land zu richten. Zwei Wochen vor der Staatsgründung Israels verurteilte er die tägliche Gewalt und die Massaker und rief zum Friedensgebet für das Palästina-Problem auf. Ein halbes Jahr später beklagte er die Opfer und Zerstörungen des Krieges und die vielen tausend Flüchtlinge.
Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) hat das gestörte Verhältnis der Kirche zum Judentum entkrampft, die Beziehungen zu den anderen Religionen auf eine neue Grundlage gestellt und den religiösen Absolutheitsanspruch des Christentums im Heiligen Land relativiert. Die Reise Pauls VI. 1964 ins geteilte Jerusalem war ökumenisch ein Erfolg, blieb diplomatisch aber ohne Folgen.
Der in Oslo eingeleitete Friedensprozess liegt inzwischen auf Eis. Dennoch setzt der Vatikan seine Bemühungen um eine gerechte Friedenslösung fort. Die Beziehungen zu Israel gelten als stabil; allerdings sind die rechtlichen Verhandlungen bis heute nicht abgeschlossen.

Vatikan und Jordanien stärken interreligiösen Dialog

Der Vatikan und Jordanien wollen ihren interreligiösen Dialog verstärken. Eine entsprechende Übereinkunft haben der Päpstliche Rat für interreligiösen Dialog und das Königliche Institut für interreligiöse Studien am Donnerstag in Amman unterzeichnet, wie der Vatikan am Samstag mitteilte. Nach der insgesamt fünften Begegnung wollten beide Seiten ihre weitere Zusammenarbeit bekräftigen und institutionalisieren, heisst es in der Übereinkunft. Zugleich einigten sich beide Seiten auf eine Reihe gemeinsamer Forderungen wie den Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende. Die zweitägige Konferenz der vatikanischen und der jordanischen Delegationen in Amman wurde geleitet von Prinz Hassan Ibn Talal, einem Onkel von König Abdullah II., sowie Bischof Miguel Angel Ayuso Guixot, Sekretär des Päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog.

Kirchenrat: Christen im Nahen Osten brauchen Einheit

„Im Orient werden die Kirchen geeint sein oder sie werden nicht mehr sein“: Diese dramatische Formulierung der christlichen Nah-Ost-Patriarchen vom Anfang der 1990er Jahre stellte die Generalsekretärin des „Rates der Kirchen des Nahen Ostens“ (MECC), Souraya Bechealany, ins Zentrum ihrer Eröffnungsansprache der MECC-Jahresversammlung im Kloster von Bqennaya im Libanon. Der Rat hatte jahrelang keine Versammlungen abgehalten, in Bqennaya wurde ein Neuanfang gesetzt, wie der Pro-Oriente-Infodienst am Montag unter Berufung auf das Portal „AsiaNews“ berichtete. Der Ökumenismus sei von entscheidender Bedeutung für die Wirksamkeit des interreligiösen Dialogs und des christlichen Zeugnisses im Nahen Osten, unterstrich Bechealany, die an der katholischen „Universite Saint-Joseph“ in Beirut lehrt. George Sabra, der Präsident der evangelischen „Near East School of Theology“, erinnerte daran, dass die Zahl der Christen im Nahen Osten in den vergangenen hundert Jahren drastisch zurückgegangen ist, vor allem auf Grund der Emigrationsbewegung. Am Beginn des 20. Jahrhunderts seien 30 Prozent der Bewohner des Nahen Ostens Christen gewesen, heute seien es fünf Prozent.
Der an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Kaslik lehrende P. Gaby Hachem unterstrich seine Hoffnung auf den MECC als „Inkarnation des Prinzips der Synodalität und Inbegriff des ökumenischen Dialogs mit dem Islam“. Leider hätten in den vergangenen Jahren „Oberflächlichkeit und Verantwortungslosigkeit“ vorübergehend dazu geführt, dass sich der MECC „in eine x-beliebige NGO“ gewandelt habe. Das dürfe er aber nicht sein, es gehe vielmehr darum, gemeinsam darauf zu hören, „was der Heilige Geist den Kirchen sagt“. Der MECC brauche eine umfassende Vision, die über Fragen wie das gemeinsame Osterdatum hinausgehe.
Der (orthodoxe) frühere libanesische Kulturminister Tarek Mitri, Direktor des Fares-Instituts an der American University in Beirut, verwies darauf, dass man trotz der Präsenz von Muslim-Brüdern und rückwärtsgewandten Salafisten die „ungeheure Mehrheit“ der „normalen Muslime“ nicht übersehen dürfe, die sich von der Gewalttätigkeit der Islamisten distanzieren und für die aus der jahrhundertealten Tradition des Miteinanders mit den christlichen Nachbarn die „Annahme des Anderen“ kein Problem ist. Umso notwendiger sei es, dass die MECC-Mitgliedskirchen die Rolle der orientalischen Christen seit dem Aufkommen des Islam fortsetzen, Vermittler von Kultur und Zivilisation zu sein. Zugleich müssten die Kirchen immer wieder auf den Aufbau moderner Staaten auf der Grundlage des gleichen Bürgerrechts für alle dringen. Keinesfalls sollten sich die Christen auf das „Spiel der Angst“ einlassen und diktatorische Regime als einzige Alternative zum Islamismus ansehen.

Preise sind gleich geblieben

Während allein im Zeitraum von März 2017 bis März 2018 die durchschnittliche Preissteigerung für alkoholische Getränke in Deutschland 3,7% betrug, sind unsere Preise für unsere Weine seit 4 Jahren stabil. Ein Grund mehr bei uns zu ordern. Viel Freude mit unseren Produkten aus dem Heiligen Land.

Neue Weine !!!         

Saint Elie – rot
Cabernet Sauvignon und Cinsault Trauben
Jahrgang 2014
Weingut Chateau Heritage, Kab Elias, Libanon
enthält Sulfite

0,75 l Flasche;
14% vol.;

In der Nase Anklänge an Kaffee, Schokolade, Vanille, Cassis. Im Mund rote und schwarze Beeren, elegante Taninstruktur.

Preis: 12,95 Euro
(Literpreis: 17,26 Euro)

Saint Elie – weiss
Chardonnay und Viognier
Jahrgang 2017
Weingut Chateau Heritage, Kab Elias, Libanon
enthält Sulfite
Eichfassreifung

0,75 l Flasche
13% vol.;

Preis: 12,95 Euro
(Literpreis: 17,26 Euro)

Neuer Service für Sie !!! Beschreibbare Flaschenetiketten !!!

Wir haben für Sie ein Frontetikett gestalten lassen, welches Ihnen die Möglichkeit gibt das Etikett zu beschreiben. Ob ein kurzer Gruß, ein Dankeschön, ein Wunsch für den Beschenkten – Sie können Ihr außergewöhnlich persönliches Geschenk erstellen.
Wir senden Ihnen unetikettierte Flaschen (Rückenetikett ist bereits aufgeklebt – aus rechtlichen Gründen auch nicht veränderbar) und die leeren Frontetiketten in einer Lieferung zu (Etiketten in Briefumschlag) – und Sie kleben anschließend, nach Gestaltung der Etiketten durch Sie, diese auf die Flaschen.

Ausgelegt ist dieses Etikett für unsere kleinen Rotweinflaschen mit 0,375 Liter Nennfüllmenge. Das Etikett hat eine Fläche von 8 (B) x 10 (H) Zentimeter. Mit dieser Fläche überdeckt es aber auch die Etiketten von folgenden 0,7 Liter Flaschen:
Chateau Heritage
Syrah
Merlot
Cabernet Sauvignon
Das Etikett (siehe Bild) hat im Titel den 14 zackigen Stern der Geburtskirche und die Heilige Familie; im unteren Feld die relativ neutrale Angabe „Wein aus dem heiligen Land“.

   Beispiel: